#1 Musikinstrumente von Miriam/Svea 09.06.2011 23:06

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Hiermit beginne ich "einfach" mal damit, neben den Informationen zum Tanzen, etwas zu denen zu schreiben, die buchstäblich an der Musik beteiligt sind...Instrumente.

Obwohl Trommeln wohl mitunter zu den aller ersten Musikinstrumenten gehören...Schlagwerk....geh ich erst mal auf die Bläserrichtung ein, aus der die Flöte wohl als frühestes Musikinstrument hervor geht.
Als älteste erhaltene Musikinstrumente Europas gelten etwa 35.000 Jahre alte steinzeitliche Knochenflöten, die in der Schwäbischen Alb gefunden wurden. Dieser Fund ist auch noch nicht so lange her....bei den Schwaben liegt die Wiege der Musik? ...
Die damaligen Flöten bestanden entweder aus einem Stück, ohne und mit Löcher, was natürlich den Tonumfang erweiterte, es gab aber tatsächlich auch schon aus zwei Teilen zusammengefügte Instrumente, die durch das kanalisieren eines Luftstroms Musik...bzw Töne erzeugten. Die Musik aus den Tönen ist wohl eher dem "Musikanten" hinter dem Instrument zuzugestehen. Schade das man den Klang der damaligen Lieder noch nicht festhalten konnte. Zumindest nicht in dieser Epoche der Zeit.
Aus der prähistorischen Zeit weiter herausentwickelt entstanden dann die verschiedensten Arten von Flöten.

"In der Seeufersiedlung von Hagnau-Burg kam 1986 die bislang älteste erhaltene Holzflöte Europas aus der späten Bronzezeit (1040 vor Christus) zum Vorschein. Sie weist ein Anblasloch und eine feine Verzierung aus Ritzlinien auf.

Das früheste bekannte eindeutige Bild einer Querflöte wurde auf einem etruskischen Relief in Perusa gefunden. Es stammt aus dem zweiten oder ersten Jahrhundert vor Christus. Das Instrument wurde damals nach links gehalten, erst in einer Illustration eines Gedichts aus dem elften Jahrhundert wurde eine Darstellung einer nach rechts gespielten Flöte entdeckt." (aus Wikipedia)

Blockflöten, die mit beiden Händen zu spielen waren, sind in Europa seit dem 11. Jahrhundert belegt.
Panflöten entstanden in den verschiedensten Kulturen auf der ganzen Welt vor bis zu über 6000 Jahren.
Die Schalmei hat orientalische Vorläufer, die im Iran und Zentralasien Sornay und in der Türkei Zurna genannt werden, und taucht im Mittelalter in Europa auf. Im Gegensatz zu den Flöteninstrumente (mit Anblaskante) wie Blockflöte und Panflöte, gehört die Schalmei zu den Rohrblattinstrumenten.
Zu den ältesten Instrumenten mit Einfachrohrblatt gehören die heute noch verwendete Launeddas aus Sardinien und das Sipsi aus dem vorderen Orient.
(Zu den Instrumenten an sich...gibt hier erst mal nur eine kurze Aufstellung von diesen...wer gar Bilder sehen möchte und das Erlebnis haben will "Ach ja, das hab ich schon mal gesehn!" ... der gibt den Namen des Instrumentes einfach mal bei Googel ein. ;-)
Doppelrohrblätter werden bei den Orchesterinstrumenten Oboe und Fagott verwendet, aber auch bei zahlreichen traditionellen Instrumenten, wie z.B. Suona, Zurna, Pi Chanai, Pi Or und in den Spielpfeifen vieler Sackpfeifenformen.
Die Vorgeschichte allgemein zu den Rohrblattinstrumenten lässt sich bis zur Antike zurück verfolgen.
Sackpfeifen...besonders erwähnt, da es eines der wenigen Instrumente ist, von dem man sagen kann....entweder man mag es, oder man mag es nicht. Aber beides dann in die Extreme gehend. Witze und Hasstriaden zu diesem Instrument gibt es viele...

"Gesichertes Wissen über die Sackpfeife vor der Zeit um 1000 gibt es nicht. Einige Wissenschaftler vermuten, die Sackpfeife stamme aus der Balkanhalbinsel/Kleinasien und habe ihren Ursprung bei den Thrakern. Der römische Historiker Sueton überliefert (Nero, 54), dass Kaiser Nero sich als utricularius präsentiert hätte. Dieser Begriff hängt mit lat. utriculus "Weinschlauch" zusammen. Die Übersetzung als "Sackpfeifer" ergibt sich aus einer Referenzstelle bei Dion Chrysostomos, der von Nero berichtet, er sei fähig, den Aulos sowohl mit dem Mund als auch mittels eines unter die Achsel geklemmten Sackes zu spielen. In der Bibel könnten Sackpfeifen[2] im Buch Daniel erwähnt sein (Elberfelder Übersetzung, Daniel Kapitel 3 Verse 5,7,10 und 15 [3]), und zwar im Zusammenhang mit dem Babylonischen Reich.

Im Mittelalter verbreitete sich die Bordunmusik und damit auch die Sackpfeife in ganz Europa. Die ältesten Belege in Deutschland finden sich in zwei Urkunden aus dem Kloster St. Blasien aus dem 8. oder 9. Jahrhundert.

Lediglich eine mittelalterliche Sackpfeife ist im Original bis in die Gegenwart erhalten, die "Rostocker Spielpfeife"[4] aus dem 15. Jahrhundert. Darüber hinaus sind die mittelalterlichen Sackpfeifen aber durch viele Beispiele in der Kunst erschließbar. Bis ins 15. Jahrhundert waren es überwiegend einbordunige, mundgeblasene Sackpfeifen.[5]

Im Frankreich des 18. Jahrhunderts war die Sackpfeife in Form der Musette de Cour wichtiges Instrument der höfischen Musik, viele Originalkompositionen für das Instrument sind in dieser Zeit entstanden. Daneben existieren in Frankreich eine Vielzahl regionaler Formen, von der Boha der Gascogne, der Cabrette der Auvergne über die Cornemuses der Zentralregion bis zum Binioù Kozh der Bretagne.

In Schottland hat die Sackpfeife eine besondere Tradition als Instrument am Hof. Im britischen „Disarming Act“ nach der Schlacht bei Culloden wurde die schottische Tradition großteils untersagt. Dies betraf die Hochland-Kleidung, aber nicht die Sackpfeife selbst. Die Sackpfeife lebte auch als Militärinstrument weiter und wird oft als schottisches Nationalinstrument bezeichnet." (aus Wikipedia ... wobei noch mehr dazu zu berichten wäre...ich begrenz es einfach mal bis zu den Schotten...wer Interesse hat weiter zu entdecken....in Wikipedia den Begriff "Sackpfeife" eingeben ;-))

Nun zu den Trommeln...wie schon erwähnt, gehören diese Musikinstrumente zu den ältesten der Menschheit. Trommeln sind Hohlkörper, die mit einer Membran überspannt sind, die mit ihrer Schwingung den Ton zustande bringt. Die Membran wird auch als Fell bezeichnet.
Trommeln sind recht vielfältig einsetzbar und haben daher ihre Refugien als Rhythmus-, Effekt- oder Signalinstrumente auf der ganzen Welt.
Trommeln können auf unterschiedle Art und Weise angespielt werden, was ihre Unterscheidung ausmacht. Es wird zwischen Schlagtrommeln, Zupftrommeln, Reibtrommeln und Ansingtrommeln unterschieden. (Ansingtrommeln....jeder kennt das Blasen auf einem Kamm mit Brotpapier? So etwas ist vergleichbar mit einer Ansingtrommel...)

Kommen wir jetzt zu einem Instrumententyp, der im Vergleich zu den zuvorgenannten noch recht "jung" ist...die Saiteninstrumente.
Die älteste Darstellung eines solchen Instrumentes findet sich wahrscheinlich an einer Höhlenmalerei und stellt einen mit einer Saite bespannten Musikbogen dar. Dabei zu erwähnen sei, dass diese Zeichnung auf Stein ca. 15000 Jahre alt sind. (Da bekommt "jung" im Zusammenhang mit der Zeitspanne von einigen abertausend Jährchen eine interessante Bedeutung.)
Dabei wurde das Instrument wohl mit dem Finger angezupft und ein am Bogen befestigter Resonanzkörper brachte die Schwingungen in Töne.
Das älteste erhaltene Saiteninstrument ist mehrsaitig: die 4500 Jahre alte Harfe der Königin Puabi von Ur.
Harfen fanden in vielen Kulturen und Ländern ihre Fans, wie zum Beispiel bei den Sumerern, Ägyptern, Griechen.
Zu den bekannten Saiteninstrumenten zählen noch Drehleier (ab dem 10. Jahrhundert erwähnt), die Lyra (ab dem 9. Jahrhundert v. Chr. erwähnt), die Kithara (aus dem 8./7. Jahrundert v. Chr.), die Vina (aus Indien ca. 2. Jahrh. v. Chr.), ... Mit den Jahren entwickelten sich dann auch immer komplexere Instrumente aus den "einfachen" heraus, mitunter beim Zuführen von Stegen, Bögen, Plektrum, verschiedenen Größen etc.

So...falls ich etwas vergessen haben sollte zu erwähnen....hab mich damit auch nur Hobby weise beschäftigt und sicher nicht in dem Umfang, wie es dem Thema gebührt...aber ist ja schon mal ein Anfang und es wird ja auch immer wieder was neues entdeckt...
Wer noch mehr weiß, Berichtigungen, Anmerkungen etc zu machen hat....immer her damit ;-)

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